Steiermärkische Berg- und Naturwacht

Aufklären – Pflegen – Überwachen

Bibermonitoring

Das größte Nagetier Europas, der Biber, befindet sich in der Steiermark in Ausbreitung. Bei der ersten Erfassung im Winter 2012-2013 und 2013-2014 durch B. Komposch (Ökoteam) konnten 63 Biberreviere in den Einzugsgebieten von Mur, Lafnitz und Raab dokumentiert werden.. Der Gesamtbestand wurde auf 220 Tiere geschätzt. Nach Durchführung eines zweijährigen Monitorings in Zusammenarbeit mit den Biberkartierern der Berg- und Naturwacht in den Wintern 2017/2018 und 2018/2019 wurden rund 150 Reviere festgestellt. (Stand Juli 2019). Es konnten gezeigt werden, dass der Biber sein Verbreitungsgebiet ausgeweitet und sich an mehreren Stellen im Oberen Murtal sowie im Enns- und Salzatal angesiedelt hat. Der Gesamtbestand ist auf mehr als 500 Tiere angewachsen. Die durchschnittliche Zuwachsrate  in Europa jährlich 20  bis 25 %. Ohne die Gesamtsituation in einer Region zu kennen und damit die lokale Population beurteilen zu können, ist es nicht möglich, FFH-Richtlinien-konforme Maßnahmen zur Konfliktlösung zu erarbeiten. Zum anderen stellen die Verbreitungsdaten die Basis zur Erfüllung der Berichtspflicht nach Artikel 11 und 17 der FFH-Richtlinie dar.

25. September 2019

Bibermanagement

Mit dem Anwachsen der Population des Europäischen Bibers (Castor fiber) in der Steiermark haben auch die Konflikte, die sich im Zusammenleben von Mensch und Biber ergeben, zugenommen.Die Mehrzahl der Konflikte ist auf Dammbauaktivitäten des Bibers zurückzuführen. Dämme werden vorwiegend in Nebengewässern mit relativ geringem Wasserstand, denen häufig die Funktion der Entwässerung der einmündenden Felddrainagen zukommt, errichtet.Die Konflikte beschränken sich bislang auf die Bezirke Hartberg-Fürstenfeld, Südoststeiermark, Leibnitz und Weiz. Es ist jedoch davon auszugehen, dass mit der voranschreitenden Ausbreitung des Bibers auch weitere Bezirke betroffen sein werden.

Im gegenständlichen Projekt soll die Biberberatung weitergeführt und - aufgrund der steigenden Anzahl an Biberkonflikten - ausgebaut werden. Offene Fragen im Umgang mit Biberkonflikten und mögliche Lösungsansätze sollen endgültig in Hinblick auf den rechtlichen Rahmen und praktische Umsetzungsmöglichkeiten geklärt werden.

Der Biber ist in den Anhängen II und IV der FFH-Richtlinie genannt und daher landesweit streng geschützt. Im Jagdgesetz wird er als ganzjährig geschonte Art aufgeführt. Seine Fortpflanzungs- und Ruhestätten dürfen nicht beschädigt werden, was insbesondere die Baue und oft auch Biberdämme betrifft. Zudem sind Störungen und Tötungen verboten.

25. September 2019

Revision Steirischer Naturschutzgebiete Abs. 3 Z 3 Bezirk Bruck-Mürzzuschlag

Laufzeit: 1. Jänner 2019 – 31.12.2020

Projektinhalte:

  • Erhebung von Pflanzen- und Tierarten in 12 Naturschutzgebieten ehem. lit.c
    • Gespräche mit zuständigen Berg- und NaturwächterInnen, Fachexperten
  • Gebietsbegehungen und Schulungen zu den vorkommenden Schutzgütern mit Berg- und NaturwächterInnen
    • Beobachtungsaufträge als Monitoring
  • Maßnahmenentwicklung
    • Welche Maßnahmen sind zur Erhaltung des Naturschutzgebietes erforderlich
  • Bewusstseinsbildende Maßnahmen
    • Das Ergebniss wird in Form einer Broschüre veröffentlicht

Projektleitung und Kontakt:       Dr. Gabriele Leitner

                                        

10. März 2019

Überwachung und Management Steirischer Schutzgebiete und ausgewählter Biotope

Laufzeit: 1. Jänner 2019 – 31.12.2020
Projektinhalte:
  • Biotoppflegemaßnahmen – derzeit ca. 56 ha
    • Mahd, Schwenden
    • Bekämpfung invasiver Neophyten
  • Teilnahme am Projekt noch möglich
  • Überwachung der Naturschutzgebiete
    • 14 Exkursionen
    • Weiterbildungsmaßnahmen
  • Öffentlichkeitsarbeit und bewusstseinsbildende Maßnahmen
    • Aktionswochen zur Bekämpfung invasiver Neophyten
      • Vorträge mit Schwerpunkt „Neobiota“ in Gemeinden, bei Veranstaltungen
      • Umsetzung der EU-VO 1143/2014
      • Weiterbildungsmaßnahmen
    • Bewusstseinsbildende Maßnahmen in Steirischen Schulen – Schwerpunkt invasive Neobiota
  • Ausbildung zu Baumkontrolloren als Multiplikatoren und Ansprechpersonen für die Bezirksverwaltungsbehörde
    • 10 Module (5/Jahr)
Projektleitung und Kontakt:       Dr. Gabriele Leitner
                                        
10. März 2019

NEOBIOTA – NEUE PFLANZENARTEN KENNENLERNEN

Gesucht werden Schulklassen die sich für Umwelt- und Naturschutz begeistern und aktiv mitarbeiten wollen. So bildet die Berg- und Naturwacht auch heuer wieder „Aliens-Sheriffs“ an den steirischen Schulen aus. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

19. September 2018