Steiermärkische Berg- und Naturwacht

Aufklären – Pflegen – Überwachen

Bibermanagement

Mit dem Anwachsen der Population des Europäischen Bibers (Castor fiber) in der Steiermark haben auch die Konflikte, die sich im Zusammenleben von Mensch und Biber ergeben, zugenommen.Die Mehrzahl der Konflikte ist auf Dammbauaktivitäten des Bibers zurückzuführen.

Dämme werden vorwiegend in Nebengewässern mit relativ geringem Wasserstand, denen häufig die Funktion der Entwässerung der einmündenden Felddrainagen zukommt, errichtet.Die Konflikte beschränken sich bislang auf die Bezirke Hartberg-Fürstenfeld, Südoststeiermark, Leibnitz und Weiz. Es ist jedoch davon auszugehen, dass mit der voranschreitenden Ausbreitung des Bibers auch weitere Bezirke betroffen sein werden.

Im gegenständlichen Projekt soll die Biberberatung weitergeführt und - aufgrund der steigenden Anzahl an Biberkonflikten - ausgebaut werden. Offene Fragen im Umgang mit Biberkonflikten und mögliche Lösungsansätze sollen endgültig in Hinblick auf den rechtlichen Rahmen und praktische Umsetzungsmöglichkeiten geklärt werden.

Der Biber ist in den Anhängen II und IV der FFH-Richtlinie genannt und daher landesweit streng geschützt. Im Jagdgesetz wird er als ganzjährig geschonte Art aufgeführt. Seine Fortpflanzungs- und Ruhestätten dürfen nicht beschädigt werden, was insbesondere die Baue und oft auch Biberdämme betrifft. Zudem sind Störungen und Tötungen verboten.

25. September 2019

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