„Jugend & Jagd“-Projekt der VS Arzberg

2011 ist das internationale Jahr des Waldes

Die VS Arzberg, eine Naturparkschule, hat im Jahr des Waldes den Schwerpunkt „Wildtiere und Jagd“ gewählt. Im Laufe des Schuljahres wurde viel Wissenswertes über heimische Wildtiere erarbeitet. Herr Direktor Otto Schinnerl hat dazu auch den OEL Johann Schlegl als erfahrener Jäger und Berg- und Naturwächter sowie Frau Dr. Gabriele Leitner als Umweltpädagogin und Jägerin eingeladen, um gemeinsam mit Schüler/Innen über die Jagd und die Aufgaben des Jägers, Informationen heimischer Wildtierarten und deren Lebensraum, Ökologie und Naturschutz zu referieren. Es war bemerkenswert, wie viel Grundwissen seitens der Schüler/Innen bereits vorhanden war.

Johann Schlegl hat einige, besondere Exponate mitgebracht: Abwurfstangen, besondere Trophäen von Rehböcken, Gämsen, verschiedene Bärte (Gams, Wildschwein, Reh), Lockpfeifen, Federn, Utensilien des Jägers u.s.w.

Im Rahmen eines Pirschgangs, an dem uns auch ein Vater (ebenfalls Jäger) zweier Schülerinnen begleitet hat, wollten wir ein bisschen Praxis erleben. Mittels „Blatten“, einem Lockruf für das Rehwild ist es Herrn Schlegl gelungen eine Rehgeiß aus ihrem Einstand zu „locken“. Die Schüler/innen durften auf einem Kanzel-Hochsitz durch ein Spektiv schauen und so die Umgebung erkunden. Herr Schlegl demonstrierte seinen selbst gebauten Dreipunktsitz, den die Schüler/innen auch gleich ausprobieren durften. Im Nahbereich des Kanzel – Hochsitz konnten wir einen befahrenen Fuchsbau sehen. Weiter ging es zu einer Ansitzleiter, wo wir eine Jausenpause eingelegt haben. Am Rückweg sind wir an einer Wildfütterung vorbei gekommen, wo uns Johann alle Details erklärte.

In der Schule angekommen haben hat jeder einzelne Schüler/in seine Eindrücke zu den zwei Tagen geschildert.

Der Grundtenor war „Es war lustig“!!

Unser Profil

Unsere Arbeit bedeutet...

  • Liebe zur Natur
  • Ehrenamtliches Engagement für unsere Umwelt
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Aufzeigen von Umweltproblemen
  • Biotoppflege
  • Überwachung der gesetzlichen Vorschriften zum Schutz der Natur, Umwelt und Gewässer
  • Umweltbildung für Kinder und Erwachsene
  • Öffentlichkeitsarbeit und Informationsvermittlung
  • Zusammenarbeit mit Gemeinden, Schulen, Vereinen und verschiedenen Organisationen

Unsere Erfolge sind...

  • Anerkennung und Akzeptanz für unsere ehrenamtliche Arbeit
  • Schaffung von Problembewusstsein
  • Kontakt zur Bevölkerung
  • Erhaltung wertvoller Biotope
  • Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt (Biodiversität)
  • Gewässerschutz und Vieles mehr

Beim Eintritt in die Steierm. Berg- und Naturwacht leistet jeder Berg- und Naturwächter ein Gelöbnis und erhält anschließend von seiner Bezirksverwaltungsbehörde das Dienstabzeichen mit dem Dienstausweis.

"Ich gelobe, die mir übertragenen Aufgaben und Pflichten eines Berg- und Naturwächters mit möglichster Sorgfalt und Treue gewissenhaft und unparteiisch zu erfüllen, bei jeder Gelegenheit aufklärend zu wirken, die Naturschutzgedanken zu verbreiten und alles zu tun, um Schäden für Menschen, Pflanzen und Tiere sowie für das Landschaftsbild und den Haushalt der Natur zu verhindern, alle diejenigen aber, die die Natur auf irgendwelche Weise zu schädigen trachten oder wirklich schädigen, ohne persönliche Rücksicht anzuzeigen, keinen Unschuldigen fälschlich zu verdächtigen oder anzuklagen und alles zu unterlassen, was gegen die Interessen der Steiermärkischen Berg- und Naturwacht gerichtet ist oder ihr Ansehen schädigen könnte."

Unsere Körperschaft

Die Steiermärkische Berg- und Naturwacht wurde 1977 als Körperschaft öffentlichen Rechtes eingerichtet, um die Gemeinde- und Landesbehörden bei der Überwachung der landesrechtlichen Vorschriften zum Schutze der Natur zu unterstützen.

Zielsetzungen und Aufgaben wurden im Berg- und Naturwachtgesetz vom 7. Juni 1977 konkret formuliert und bilden auch heute noch den übertragenen Wirkungskreis. Neben diesen verpflichtenden Aufgaben werden - vor allem im Umweltschutz - sehr viele freiwillige Leistungen erbracht.

Einer Körperschaft werden im Gegensatz zu einem Verein hoheitliche Aufgaben übertragen. Das sind Bereiche, die zum Wohl der Bevölkerung gesichert und gewahrt werden müssen. Darunter fallen z.B. das Gesundheitswesen, Bildung, Forschung, Sicherheit und eben auch der Naturschutz.

Dieser Status schließt neben Pflichten auch besondere Rechte ein. So genießt jeder unserer rund 2300 Berg- und Naturwächter im Rahmen seines ehrenamtlichen Dienstes als so genanntes "Organ der öffentlichen Aufsicht" den besonderen Schutz eines Beamten.